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Gerne beraten wir einzelne Musiker*innen oder ganze Bands. Auch andere Akteur*innen und Dienstleiter*innen aus dem popkulturellen Feld sind bei uns willkommen.

Beratungstermine nach Voranmeldung

Um die Beratung wirklich individuell und zielorientiert zuschneiden zu können, bitten wir darum, möglichst konkrete Fragestellungen oder Problemlagen vorab zu überlegen und uns zu schicken. Für eine eher allgemeine Orientierung und Information möchten wir auf unser Workshop-Programm oder das Sprungbrett-Förderprogramm hinweisen.

Anfragen unter: pop(at)feierwerk(dot)de

„Hilfe zur Selbsthilfe“

Unser Motto ist „Hilfe zur Selbsthilfe“: Wir wollen euch Wege aufzeigen, wie Ihr als Musiker*innen Euren Wirkungskreis optimieren könnt, individuelle Tipps geben, wie Ihr Euch auf dem Musikmarkt behaupten und Eure kreativen Leistungen an eine breite Öffentlichkeit bringen könnt.

Nie vorher gab es dazu so viele und vielfältige Möglichkeiten – die Wege digitaler Verbreitung von Musik und damit verknüpfter Informationen haben sich explosionsartig entwickelt. Die alten, traditionellen Karrierewege in der Popmusiklandschaft haben sich dagegen mehr und mehr überlebt.

Mit der Entwicklung der Möglichkeiten digitaler Produktion, Präsentation und Distribution und mit den damit verbundenen Verknüpfungsmöglichkeiten von Medien (Audio, Video, Foto, Gaming…) tut sich ein wahrer Kosmos auf, der ein bisher nicht gekanntes Maß an individueller Kreativität freizusetzen verspricht, zumal die dafür notwendigen Hardware- und Software-Tools sowie die Zugänge zu Plattformen inzwischen für fast jeden erschwinglich sind.

„Fingerprint“

Die Nutzung dieser Möglichkeiten erfordert ein hohes Maß an Eigenengagement. Es erfordert „Forschungsarbeit“: Musiker- und Künstler*innen müssen individuelle Nischen finden, ihren ganz persönlichen „Fingerprint“ ausbilden und diesen an der richtigen Stelle hinterlassen. Man braucht ein funktionierendes Netzwerk von Unterstützern aus anderen kreativen Bereichen, die ein Verständnis dafür entwickeln, um was es einem geht, um dann u.a. meinen digitalen Auftritt (mit) zu gestalten. Nicht zuletzt braucht man soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit, um sein Unterstützer- und Fan-Netzwerk aufzubauen und dieses am Leben zu halten. Letztlich braucht man eine Menge Know-how darüber, wie man seine "Produkte" „monetarisiere“ kann, wie man also auch damit Geld verdienen kann. Die Kultur des „Do It Yourself“ ist damit nicht mehr nur die Antithese zum großen Geld und „Big Business“, sondern sie wird für eine übergroße Mehrheit der Kreativen zur blanken Notwenigkeit.

Bedeutung der Popförderung

Mit diesen relativ neuen Entwicklungen gewinnt auch die Popförderung und Beratung eine neue Bedeutung und Dimension. Wurde sie in früheren Jahren eher als Nachwuchsförderung verstanden, als Teil kultureller Jugendbildung, bei der es darum ging, den Nachwachsenden die „goldenen Regeln“ des Handwerks zu vermitteln, um ihnen damit den Weg zum Erfolg aufzuzeigen (klassisches Rüstzeug: Band-Info, Band-Foto, Demo), so ist sie heute stärker gefordert, als Teil des popkulturellen Netzwerks zusammen mit den Musikern und Bands individuelle Wege ins Musikgeschehen zu entwickeln, Orientierungshilfen zu geben, differenziertes Know-how bereitzustellen und Kontakte zwischen den Akteur*innen herzustellen.