Navigation
search

Erfahrungsbericht von Isabel und Judith: Nepalesisch Kochen mit Sajit

31.05.2016 Rückblick Tatz NT

Sieben Frauen und ein Mann. Was ist das? Eine Einführung ins nepalesische Kochen.

Die Spannung ist groß, alle sind neugierig auf das asiatische Gericht aus einem eher unbekannten Land. Sajit erzählt zunächst in einer kurzen Einführung, dass er als Kind nur ca. 3-4 Mal pro Jahr Fleisch zu essen bekam. Wer Fleisch im Himalaya essen möchte, braucht dazu das entsprechende Tier. Man kann eben nicht in den nächstbesten Supermarkt gehen, wenn man irgendwo im Gebirge wohnt. Also gibt es viel Gemüse (vor allem Blumenkohl, Broccoli, Karotten, Auberginen, Zwiebeln, Knoblauch, frischen Ingwer oder was der Boden sonst noch so hergibt), natürlich Basmati Reis (der billigste ist der Beste, erklärt er uns, weil dort keine Aromastoffe o.ä. drin sind, also der vom Aldi). Heute machen wir eine rote Linsensuppe (Daal) und Gemüse mit Reis dazu. Natürlich. Und bloß kein Olivenöl bei asiatischen Gerichten verwenden, das schmecke nicht. Dafür geben wir viele Gewürze dazu (Chili, Kurkuma, Koriander, alles selbst getrocknet und zu Pulver verarbeitet. Nicht zu viel, denn wir sind zu scharfes Essen eben nicht gewohnt.) Die Linsensuppe (aus kleinen roten Biolinsen) köchelt eine halbe Stunde vor sich hin, dann kommt das Gemüse an die Reihe. Fachmännisch zeigt Sajit jeden Arbeitsschritt und seine Freundin filmt dazu, so können wir alles nachher auf Youtube nochmal ansehen und nachkochen.Nach einer Stunde sitzen sieben hungrige Frauen und ein Mann im Garten am Tisch: Auf dem Teller erst der Reis mit dem Gemüse und oben darüber die dicke Linsensuppe, quasi als Soße. Doch nun kommt endgültig der Kulturschock (für den „kultivierten“ Europäer). Wir sollen mit den Fingern essen, eben wie im Himalaya. Sajit zeigt und erklärt die Vorteile: Es sind mundgerechte Portionen, man sieht so, ob es noch zu heiß ist und das Geschmackserlebnis sei durch die Finger intensiver. Tapfer versuchen es alle. Er hat Recht, finden wir. Nach 30 Min in entspannter Runde, nicht ohne Sajit über Essgewohnheiten, Land und Leute in seiner Heimat Löcher in den Bauch gefragt zu haben, räumen wir langsam zusammen. Fazit: Lecker war´s.Fortsetzung folgt: Wir freuen uns demnächst auf ukrainischen Borscht, ein Rezept von Olena, ein Lieblingsgericht von Lale, die sogar schon ein eigenes Kochbuch aus Familienrezepten erarbeitet hat und danach nochmal Sajit mit neuen kulinarischen Eindrücken aus dem Himalaya.

Hier noch ein paar visuelle Eindrücke in unsere Fotogalerie zu NEPALESISCH KOCHEN mit SAJIT.