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Gartenprojekt Juni 2017

14.06.2017 Rückblick Tatz NT

Eine Nachbarin des Tatz Nachbarschaftstreffs äußerte im Frühling 2017 den Wunsch, zu gärtnern – und damit war sie nicht allein! München bietet bereits einige Gemeinschaftsgärten und auch in anderen Nachbarschaftstreffs und Vierteln der Stadt stehen den Anwohner*innen Anlagen zum Gärtnern zur Verfügung, nicht jedoch im Viertel Sendling-Westpark. Das Tatz will das zusammen mit seinen Besucher*innen in Zukunft ändern!

Los ging das Gartenprojekt mit einigen Aktionen im Stadtteil, um Aufmerksamkeit zu erregen und neue interessierte Bewohner*innen kennenzulernen. Nach der bereits im April stattgefundenen Filmvorführung „Eine andere Welt ist pflanzbar“ ging es weiter mit ein paar Urban-Gardening-Aktionen.

Bei unserer Kräuterpflanzaktion wurden recycelte Tetrapaks mit bunten Farben aufgepeppt, und mit verschiedenen Kräutern bepflanzt. Die bemalten Töpfe mit den Kräutern sowie selbst gebastelte Samenbomben wurden anschließend im Stadtteil verteilt. Das Viertel Sendling-Westpark soll nicht nur bunter gestaltet werden, sondern man soll es auch schmecken, riechen und nutzen können. Die Kräuterstationen im öffentlichen Raum sollen kleine lebendige Treffpunkte sein, an denen sich die Bewohner*innen des Viertels über den Weg laufen, staunen und sich um die Pflanzen kümmern. Die Kräuter dienen für Tee, Limonade, das Mittagessen oder Brotzeit. Das ganze Viertel soll etwas von der Lebendigkeit und Interaktion mit den kleinen grünen Nutzgärtchen haben. Das Motto lautet: „Pflücken erlaubt!“ und nicht: „Betreten verboten!“

Um allen Bewohner*innen die Idee zu erklären, wurde an jeder Station eine kleine Karte angebracht auf der alle Kräuterstationen im Viertel eingezeichnet waren und die Bewohner*innen zum Pflücken, Teilen und Pflegen aufgefordert wurden. Die Station am Partnachplatz wurde von vielen Bewohner*innen begutachtet, bestaunt und die Leute kamen ins Gespräch.

Nachtrag: Nach 3 Tagen war die Hälfte der Stationen schon geplündert! Gibt es in Sendling-Westpark etwa einen Kräuternotstand?! Wir konnten nicht direkt herausfinden, was dazu geführt hat, aber anscheinend kamen die Kräuter zu gut an oder die Idee war unverständlich. Um uns Inspiration zu holen, werden wir uns im Juli mit interessierten Bewohner*innen aus der Nachbarschaft auf den Weg machen und den Interkulturellen Garten des Nachbarschaftstreffs in der Blumenau besuchen. Im Sommer 2014 haben einige Bewohner*innen des Viertels in der Blumenau das brachliegende Grundstück umgegraben, bepflanzt und bunt gestaltet. Auf eigenen Parzellen und auf Gemeinschaftsflächen wird gepflanzt und experimentiert. www.nt-blumenau.de/interkultureller-garten-blumenau/ Nach einer Führung durch den Garten werden uns die engagierten Nachbar*innen bei einer kleinen Brotzeit mit erntefrischen Kräutern aus dem Garten von ihren Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgen erzählen.

Wir haben während den Aktionen ein paar Schnappschüsse gemacht, die ihr euch hier anschauen könnt.