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So 29.04.2018

Hansa 39

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Einlass: 20:00 Uhr | Beginn: 21:00 Uhr

VVK: 18,00 Euro zzgl. Gebühren | AK: 23,00 Euro

Vergifte Dich Tour 2018

Präsentiert von

ISOLATION BERLIN

Stil: Indie, Wave | Heimat: Berlin

ISOLATION BERLIN

Das Glück der Verzweiflung! Frage: Wie umschifft man als Band die Klippe des schwierigen zweiten Albums? Ganz einfach: Man schreibt die Songs für das zweite Album schon bevor das erste erscheint. Im Falle von ISOLATION BERLIN war ja das erste Album "Und aus den Wolken tropft die Zeit“ gewissermaßen ihr zweites, denn die EP-Kollektion "Berliner Schule/Protopop" darf durchaus als ihr erstes Album bewertet werden. Schließlich heißt Album letztlich auch nur Sammlung – nicht mehr und nicht weniger. Nun erscheint, wenn man so will, also bereits das dritte, strenggenommen aber natürlich erst das zweite Studioalbum der vierköpfigen Band, die sich unverwechselbar zwischen Spelunkenlied und Postpunk bewegt und in den letzten zwei Jahren mit Gassenhauern wie „Alles Grau“, „Fahr Weg“ oder „Schlachtensee“ ein treues Publikum erspielt hat. Großstadtmelancholie für alle! Ein funkelndes Kerzenlicht im digitalen Zeitalter... Für das Artwork zeichnet wie immer Haus- und Hofkünstler Yannik Riemer verantwortlich.  "Vergifte dich" heißt die neue Platte und sie knüpft nahtlos an ihr bisheriges Repertoire an, auch wenn die Band scherzhaft behauptet, es sei ihr bisher unpersönlichstes Album. Doch auch hier wird wieder geliebt und verlassen, gelebt und gehasst, gedacht und verzweifelt, getrunken und – vor allem – es werden die richtigen Fragen gestellt. Auch, wenn die Antworten am Ende einer langen Nacht wieder vergessen scheinen – oder gar nicht zu finden sind: Was, wenn es tatsächlich kein richtiges Leben im Falschen gibt, kann es dann so etwas wie wahre Liebe in diesem Leben überhaupt geben? Wie soll man sich in so einer Welt Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit bewahren, wenn einem „Die Leute“ da draußen nur Lugen erzählen und, schlimmer noch, diese Lugen leben? Ja, da platzt einem schon mal der Kotzkragen! ISOLATION BERLIN suchen und entlehnen Metaphern für all diese Zustände bei der Biochemie („Serotonin“), aus dem klassischen Drama („Melchiors Traum“) bis in die Astrophysik hinein („Antimaterie“). Sänger und Texter Tobi Bamborschke steht mit seinem Notizbuch an der Tramhaltestelle des Lebens und wird zum Romantiker. Doch dort, wo zu Zeiten der Romantik vielleicht noch eine Eiche stand, oder eine Mühle am Bach klapperte, steht heute nur noch ein Pfandflaschenautomat. Ja, schon Heinrich Heine wusste, dass der absolute Zustand, ein Zustand aufgehobener Entfremdung dem Menschen längst unerreichbar geworden war, ein Wissen, das ihm immer wieder zu Unbehagen wird. Es ist das gleiche Unbehagen, das auch Bamborschke besingt und das die Band in ihrem lärmenden, ins aggressive kippenden Momenten wie eine moderne Berliner Ausgabe von Primal Scream klingen lässt: „K-K-K-Kicks!“ Isolation Berlin haben sich, wie vor ihnen etwa die großen TV Personalities, zwischen Pop, Psychedelic und (Post)-punk eine eigene Spielwiese eingerichtet. Jeder Geschichte weiß die Band ein passendes Soundgewand zu verpassen. Mal episch, mal direkt und geradeaus ins Gesicht. Den Begriff „Indierock“ lehnen ISOLATION BERLIN übrigens entschieden ab, weil er ihnen vollkommen sinnentleert erscheint. Dieser Band geht es ohnehin nicht um Posen oder Moden, sondern um Haltung. Fest steht, dass sich Bamborschke, Bassist David Specht, Max Bauer an Gitarren und Tasten und Simeon Cöster am Schlagzeug in den letzten zwei Jahren mehr und mehr zu einem perfekten Rock’n’Roll-Quartett zusammengeschweißt haben. Eine Band im allerbesten Sinne! Eine Gang, eine Ersatzfamilie, eine Firma, nihilistische Glaubensgemeinschaft und Saufgelage, vereint in nur zwei Worten: ISOLATION BERLIN. Es mag verrückt klingen, doch wenn man die neuen, ausgezeichneten Songs auf Vergifte dich hört, möchte man dieser absurden Welt fast dafür danken, dass sie sich in so einem Zustand befindet. Wie schon Albert Camus in der „Mythos von Sisyphos“ schrieb: „Das Absurde hat nur insofern einen Sinn, als man sich nicht mit ihm abfindet“. So müssen wir uns ISOLATION BERLIN als glückliche Menschen vorstellen. (Quelle: Bandinfo)


SWUTSCHER

Stil: Alternative, Indie | Heimat: Hamburg

SWUTSCHER

Leute, die nächste Runde geht auf's Haus! Ja, richtig auf dem Deckel gelesen: Der Ort, an dem die Hamburger Rock'n'Roll-Band SWUTSCHER spielt, ist die Spelunke. Am schönsten Platz im All, dem Tresen. Aber auch in deinem Wohnzimmer, in der Scheune, im Stadion oder im Open-Space-Office: SWUTSCHER machen jeden Ort im Handumdrehen zur feierwütigen Kaschemme. Aber SWUTSCHER sind auch Road-Movie, sind Landpartie und Bandkommune. Von A nach B zu C. Sie sind zärtliche Poeten, Beatniks und Seelenverwandte. Sechs an der Zahl. Feierwütige Spinner, die unsere Zeit so dringend braucht! Da wo SWUTSCHER aufschlagen, dringt die Musik aus und in jede verrauchte Pore. Zwischen Garagenrock, Surf, Swamp-Blues, Country, Polka, Postpunk, Chanson und allen anderen erdenklichen Gattungen des Instrumentariums Bass, Schlagzeug, Gesang und Tasten spielen SWUTSCHER die Musik der ewigen Vagabunden, Seeleute, Bauernkinder und nicht zu Ende befreiten Sklaven. Wir sind also alle gemeint! Vom Leben in Deutschland – das bekanntlich mitten in Europa liegt – singen sie und zeigen sich auch im Partymodus von ihrer couragierten Seite. Da wird am Tresen nicht weggehört, wenn Tante Erna, Schweine-Heiner oder Bernd_76 xenophoben Scheiß von sich geben. Da wird sofort agiert. Ja, gut, komm: Noch 'ne Runde! Nach Ihrer wahnwitzigen Debüt-Kassette und unzähligen Gigs zwischen Burger Invasion, Hartz aber Herzlich-Tournee, "Isolation Berlin" oder "Fat White Family"-Support erscheint am 25.05 ihr Debüt-Album „WILDE DEUTSCHE PRÄRIE“. Mit ihnen stampfen und schunkeln wir gegen den feigen Kleinbürger in uns allen. Zehn schmissige Gassenhauer gegen den braunen Durchfall unserer Zeit! Ach, komm, trink noch einen mit. Wir haben doch gerade erst angefangen! SWUTSCHER ist plattdeutsch und meint einen liederlich lebenden Menschen. Noch in den Sechziger Jahren hätte die Band sich wohlmöglich einfach GAMMLER genannt. Dass SWUTSCHER im 68er-Jubiläumsjahr so viele "Ton Steine Scherben"-Erinnerungen wachrufen, das freut natürlich den verhinderten Hausbesetzer in uns allen. „Waaaas? Alles raus was keine Miete zahlt!!“ witzeln die Besoffskis am Night-Rider-Flipper in der hintersten Ecke der Kneipe. Und: TILT! Na gut, wenn wir schon keine Häuser mehr besetzen können, dann können wir doch jetzt eigentlich noch 'ne Runde bestellen, oder?! Logisch! Noch in diesem Jahr wollen SWUTSCHER übrigens mit Freund*innen das neue Berliner Heimatministerium stürmen. Die Rechtsabteilung im Hause Staatsakt prüft gerade alle möglichen rechtlichen Konsequenzen. Aber die Kosten halten sich glücklicher Weise in Grenzen. Die Label-Anwältin ist großer SWUTSCHER-Fan. Da wird mit Partylaune gezahlt. Na gut, einen nehmen wir noch! Und spiel doch nochmal „V-Mann“. Den Song, den Mark E. Smith über den NSU-Skandal in Deutschland leider nicht mehr schreiben konnte. Gefährlicher Song! Heißes Album. Spitzen Band. SWUTSCHER? Läuft. Es fließ in Strömen. Und jetzt halt endlich deine Klappe! (Quelle: Staatsakt)


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