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Do 26.03.2020

Farbenladen

Beginn: 16:00 Uhr | Ende: 19:00 Uhr

Eintritt frei

Abgesagt

Aufgrund der aktuellen Situation bleibt der Farbenladen bis 19.04.2020 geschlossen. Die restlichen Termine der Ausstellung "Die Geschichte der zehn Hände" entfallen.

DIE GESCHICHTE DER ZEHN HÄNDE

Gruppenausstellung der Künstlerinnen IRINA LUPYNA, EVGENIA HUBER, SOUSSEN, VERONIKA SPLEISS und LJUBA STILLE

Künstler werden zu Künstlern, wenn sie sich auf ihren eigenen individuellen Werdegang begeben. Es ist eine Entscheidung zur Freiheit hin, in der die Suche nach der subjektiven Wahrheit beginnt. Getragen ist dieser Lebensweg von ständigen Entscheidungen, Mut, Geradlinigkeit als auch Achterbahnfahrten. Das Werkzeug ihrer Lebensgeschichte sind die Hände. 

Die fünf Künstlerinnen IRINA LUPYNA, EVGENIA HUBER, SOUSSEN, VERONIKA SPLEISS und LJUBA STILLE erzählen durch die jeweilige künstlerische Ausdrucksweise die Geschichte ihrer Hände. Die Hände suchen und finden in ihren unterschiedlichen Schaffensprozessen immer wieder neue künstlerische Darstellungen. Die Hände kreieren, die Künstlerinnen beschreiten diese künstlerischen Wege.

IRINA LUPYNA widmet sich der Ausarbeitung des Stoffes und minutiös detaillierten Schwarz-Weiß-Grafiken. Es sind Natur- und Stadtimpressionen zwischen Sanftheit und Kontrast, die die Künstlerin in ihrem Alltag beschäftigen.

Die Fotografin EVGENIA HUBER lässt den Betrachter ihrer durchdachten Momentaufnahmen in malerische abenteuerliche Welten von Freude, Sexappeal, aber auch Schmerz eintauchen. Verspieltheit und Tragik charakterisieren ihre Werke.  

SOUSSEN gibt dem Beobachter wortwörtlich die Möglichkeit ihre Kunstwerke aus unterschiedlichsten Materialien wie Beton mit den Händen zu fühlen. Die Hände sind somit nicht nur Schaffenswerkzeuge, sondern auch auch der Weg zur Betrachtung. 

Die Acrylgemälde von VERONIKA SPLEISS zeichnen sich durch einen chaotischen und doch geordneten Detailreichtum im Zustand der Spannung aus. Ihre Werke leben von Extremen in gemaltem Schwarz und Weiß. So wie das Leben selbst, zeigen die Linien ständige Bewegung und Perspektivveränderung an.  

In LJUBA STILLEs Werk steht der Mensch mit all seinen Schwächen im Mittelpunkt. Sie begegnet ihm mit einer sanften Ironie, die in ihrer Skulpturenserie "kleine Leute" Ausdruck findet. Sie erschafft mit ihren Händen - und einem Messer - eine kleine eigene Welt. 

Der Lebensweg und die Ausdrucksweise der fünf Künstlerinnen könnte nicht unterschiedlicher sein. Doch ihre Gemeinsamkeit liegt in ihren schaffenden Händen, die visuell Geschichten erzählen und selbst Lebensgeschichten darstellen. 

Vernissage: Freitag. 06.03.20 um 19 Uhr
Finissage: Samstag 28.03.20 um 19 Uhr

Öffnungszeiten: 
Donnerstag - Freitag, jeweils 16 - 19 Uhr 
Samstag - Sonntag, jeweils 15 - 18 Uhr

Präsentiert von

IRINA LUPYNA

Stil: Malerei | Heimat: München/Tscherkassy, Ukraine

IRINA LUPYNA

Natur und moderne Großstadt – diese beiden unterschiedlichen Kontraste stellen die Umwelt der Künstlerin IRINA LUPYNA dar und inspirieren sie immer aufs Neue. Die Ideen für ihre Bilder sind mit der realen Welt verflochten, bilden jedoch nicht ihr Spiegelbild ab. Auf der Suche nach neuen Arrangements der Formen und Farben die ihr emotionales Gedächtnis ansprechen, experimentiert die Künstlerin kontinuierlich mit diversen Materialien. Für das Design ihrer Werke kombiniert sie gekonnt grafische, malerische sowie textile Techniken – Acryl- und Textilmalerei, Maschinen- und Handstiche – diese Komponenten machen ihre Kunstwerke so voluminös, plastisch und lebendig. (Quelle: Künsterlin)


EVGENIA HUBER

Stil: Fotografie | Heimat: St. Petersburg, Russland/München

EVGENIA HUBER

Von St. Petersburg nach München, von der einen Kunstwelt zu einer anderen. Die Künstlerin EVGENIA HUBER lebte einst ein kreatives Nomadenleben. Die Akademie der Bildenden Künste München, kreativen Menschen in nahem Umfeld, Musik und Film sowie verschiedene Master-Kurse waren Teil von EVGENIA HUBERs professioneller Fotografie-Ausbildung. Ihre ersten Berührungspunkte mit dem Studium hatte sie in Ingenieurwissenschaften, aber in ihrer Seele ist sie eine Fotografin, was sie später auch an die Akademie der Bildenden Künste brachte. Das wahrscheinlich interessanteste Thema an Fotografie ist der Mensch. EVGENIA HUBER ist Porträt-Fotografin, die immer nach etwas Ehrlichem und Realem im Menschen sucht, das sie durch ihre Arbeiten sichtbar machen kann. Ihre Inspiration kommt aus Geschichten, die um sie passieren. Sie mag es, wenn Menschen traurig sind, sie mag es, wenn sie lustig sind. (Quelle: Künstlerin/Übersetzung: Feierwerk)


SOUSSEN

Stil: Malerei, Bildhauerei | Heimat: Oberding

SOUSSEN

SOUSSEN (Susanne Fornasier) experimentiert auf der Grundlage dieser wohlformulierten Philosophie in ihrer Kunst mit den unterschiedlichsten Materialien auf den verschiedensten Untergründen. Dabei entstehen Ruhe ausstrahlende, fast meditative Groß- und Kleinformate auf Leinwand mit tiefgründigen Strukturen und eindrucksvollen Texturen. Solche Bilder haben auf die Betrachter eine besondere Wirkung und deshalb lässt sie es überraschenderweise zu, ja – sie möchte es ausdrücklich – dass diese die Oberfläche ihrer Werke berühren, mit den Händen „lesen“, um deren besondere Haptik zu erfühlen. Ein ganz besonderes Privileg! Ihr Background sind zahlreiche künstlerische Aus- und Weiterbildungen und die Teilnahme an Meisterklas- sen bei namhaften Dozenten, ihr langjähriger Aufenthalt im Emirat Qatar am Persischen Golf hat sie positiv geprägt. Soussen arbeitet abstrakt, vielschichtig! Sie spielt sehr gekonnt mit den Strukturen, die sich beim Materialauftrag ergeben: Beton (Gießbeton) und Zement (u.a. mit Graffiti oder Stencil Elementen), Mar- mormehl, Sumpfkalk, Acrylfarben, Pigmente, gebunden mit Acrylemulsion oder Eitempera sind ihre vielfäl- tigen Materialien. Sie arbeitet auf Polystyrol-Hartschaum-Platten aber auch auf Leinwand ohne Rahmen. Zu Beginn legt sie lediglich Format und Farbpalette fest und arbeitet danach abstrakt mit den Strukturen die sich im Auftrag ergeben, das Geschehen auf dem Bildträger und der Dialog mit diesen ungewöhnlichen Materialien sagt ihr, was zu tun ist, der Rest entsteht instinktiv. Dabei kreiert sie reliefartige und zum Teil ineinanderfließende Oberflächen mit diesem besonderen haptischen Charakter. Entstehende Risse, kleine Materialabsprengungen, Farbwirkungen nach der Trocknung – all das ist beim Schaffensprozess wenig be- einflussbar und macht die Arbeiten dann so interessant. Die gelungenen, strukturalen Bildwirkungen ihrer Arbeiten, ihre individuelle Bildsprache, insbesondere ihre ausdrucksvoll matten und dominanten Farbflächen lassen sich am Ende am besten mit „tempi passati“ um- schreiben. Wir erleben nämlich ihre Kunst wie Zeugen vergangener Zeiten, wir fühlen gemalte Patina und amorphe prägnante Massen. Spontane Eingebungen lassen sich in den Arbeiten der Künstlerin ebenso ent- decken, wie innere persönliche Empfindungen. Ihre Bilder sind sehr emotional! Ohne die künstlerische und handwerkliche Seite ihrer Malerei zu vernachlässigen, beschäftigt sie sich auf der digitalen Ebene zusätzlich mit dem Thema „Augmented Reality“, bei der sie mit Hilfe einer App ihrem Portfolio innovative Ausdrucks- und Darstellungsmöglichkeiten hinzufügt und so ihre Arbeiten in die mo- derne, digitale Welt führt: Analog und digital in Einklang bringt. Doch sie legt stets Wert darauf, dass Ihre Arbeiten sehr wohl auch ohne diese Ebene „funktionieren“. Ob digital oder analog, Soussen fühlt sich in jedem Medium wohl, beschäftigt sich zielstrebig und intensiv mit ihren künstlerischen Möglichkeiten und Materialien. Dabei experimentiert sie sehr erfolgreich beim Ausloten irgendwelcher Grenzen, um „Nicht-Mögliches“ zu überschreiten. Erst dann ist sie zufrieden. (Quelle: Künstlerin)


VERONIKA SPLEISS

Stil: Malerei, Bildhauerei | Heimat: München

VERONIKA SPLEISS

Die deutsche Künstlerin VERONIKA SPLEISS, deren Wurzeln in Estland und Russland liegen, beschäftigt sich seit mehr als fünfzehn Jahren mit visueller bildender Kunst. Nach ihrem Studium wendete sich sie insgesamt dem künstlerischen Schaffen zu. Ihre Werke waren und sind u.a. in München, Zürich, Murten, Mailand und New York zu sehen. Die Gemälde von VERONIKA SPLEISS stehen im augenscheinlichen Zeichen des Chaos, verfügen aber über eine ihnen inhärente Ordnung, die erst bei weiterem kontemplativen Sehen aufkommt. Der Betrachter wird in gewissen Sinne an Formen überfallen. So steht es auch mit dem Leben selbst. Kann das Leben des Einzelnen nur allzu oft chaotisch erscheinen, hat es doch seine Strukturen in all seinen Facetten und Perspektiven. Die Gemälde der Künstlerin VERONIKA SPLEISS verbildlichen diesen Prozess in zweidimensionalem Stil, stehen aber aufgrund ihrer Formenvielfalt für eine multiperspektivische Öffnung zum Leben. (Quelle. Künstlerin)


LJUBA STILLE

Stil: Illustrationen, Collage, Skulptur, Bildhauerei | Heimat: Köln

LJUBA STILLE

In Frankfurt geboren, lebt die Künstlerin LJUBA STILLE seit über 20 Jahren in Köln. Nach vielen Jahren als Illustratorin arbeite sie inzwischen überwiegend frei und stellt regelmäßig aus, unter anderem in Köln, Frankfurt, Berlin, München und Leipzig. Im Mittelpunkt ihrer Werke steht der Mensch mit all seinen Schwächen. Was als Serie fiktiver Portraits in Collagetechnik begonnen hat, ist mittlerweile dreidimensional geworden. So ist die Skulpturenserie „Kleine Leute“ entstanden. Für ihre Werke macht die Künstlerin keine Skizzen oder Modelle, sondern arbeitet die Skulpturen direkt aus dem Holz heraus. Figur und Sockel bleiben als ein Stück verbunden. Sie nutzt ausschließlich Schnitzmesser. Durch diese aufwändige, langsame Arbeitsweise werden die Figuren zu dem was sie sind, gewissermaßen erhalten sie dadurch ihre „Seele“. Die Skulpturen aus Linde haben die Maße 10x10x30 cm, beziehungsweise 40 cm und werden abschließend farbig lasiert. Seit 2015 sind mehr als 40 Figuren in dieser Serie entstanden. Die kleinen Leute haben bei der Revierkunst in Herten 2017 und bei den Truderinger Kunsttagen in München 2019 jeweils einen Publikumspreis erhalten. (Quelle: Künstlerin)


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