Influencer*innen auf Social Media

Erstellt von Maureen Rhode

Teresa Reichl spricht über ihre Erfahrungen und ihren Umgang mit Social Media.

Teresa Reichl ist Influencerin und möchte durch Social Media vor allem eins erreichen: Enttabuisierung. Themen, die sie auf ihrem Account zum Beispiel anspricht, sind Menstruation und Bodyshaming. Dabei wird sie von ihren Abonnent*innen auch stark unterstützt. Aber es gibt auch Menschen, die mit ihrem Content nicht einverstanden sind. Wie sich das äußert und wie Teresa damit umgeht, erzählt sie im Interview. Außerdem spricht sie darüber, was sie an Social Media besonders schätzt, was sie daran nervt, und wie sie als Influencerin ihre Privatsphäre schützt.

[00:10] "Teresa, auf Instagram hast du fast 8.000 Abonnenten. Aber wie genau nutzt du diese App?"

Teresa Reichl: "So bissl als (...) Austausch, würd ich fast sagen. Am meisten. Also es ist ganz oft so: Bin ich jetzt komisch oder ist es normal, dass es mir so und so geht und dass mir das und das passiert? Und dann schreiben mir Leute und sagen: Mir geht´s genauso. Und dann ist es für alle besser."

[2:27] "Bekommst du über Social Media auch manchmal Shitstorm ab?"

Teresa Reichl: "Bisher noch nicht wirklich. Ich hab` eine relativ stabile Love-Bubble (...) bei mir auf Instagram. (...) Ich bin so ein biscchen auf Habachtstellung die ganze Zeit, weil es eigentlich nicht mehr lange dauern kann, bis mich irgendeine rechte Bubble findet und mich fertig macht. Weil damit muss man tatsächlich rechnen als Feministin oder als intersektionale Feministin auf Instagram. (...)"

[2:56] "Das heißt, es gibt auch keine Hate-Kommentare unter deinen Beiträgen oder...?"

Teresa Reichl: "Die Kommentare halten sich in Grenzen. Hin und wieder mal einer. Hin und wieder mal Nachrichten. Aber wirklich, wirklich selten dafür, wie groß mein Account schon ist. (...)"

[4:21] "(...)Wie gehst du dann damit um?"

Teresa Reichl: "(...) Ich hab` mich noch nicht so doll an das gewöhnt, wie ich wahrscheinlich sollte. (...) Ich hab` einen Moment gehabt, wo jemand wirklich dann mit vier verschiedenen Kanälen (...) [geschrieben hat]. Und die letzte Nachricht war dann irgendwann: Glaubst du, du bist sicher vor mir? (...) Und da hab ich dann einen kurzen Moment gehabt von: Okay. Ich hab jetzt zwei Möglichkeiten als Person, die beruflich in der Öffentlichkeit steht. Entweder ich hör`auf, beruflich in der Öffentlichkeit zu stehen, als Frau. Oder ich gewöhn`mich an so Nachrichten."

[6:21] "Trotz dieser Hate-Kommentare bleibst du dabei, auf Instagram aktiv zu sein. Was schätzt du denn daran bzw. an Social Media allgemein?"

Teresa Reichl: "Echt am meisten den Austausch. (...) Ich hab`im letzten Jahr vor allem so viel gelernt über Instagram, indem ich halt irgendwie den richtigen Leuten gefolgt bin. Und dieser Austausch ist so crazy und so schön. Es ist vor allem dieses "Du bist nie allein"-Gefühl, das mir Instagram sehr stark gibt und was ich auch probier`, so bissl zu vermitteln."

Das ganze Interview könnt ihr euch hier anhören:

Folgt uns

Feierwerk unterstützen

Als gemeinnütziger Verein für junge Kunst, Musik und Kultur finanzieren wir uns hauptsächlich über Zuschüsse, Spenden und Einnahmen aus Veranstaltungen. Wenn du unseren Beitrag zur Förderung der jungen Kultur in München wertvoll findest und die Möglichkeit hast, uns zu unterstützen, freuen wir uns gerade in Zeiten wie diesen über deine Spende (über Paypal / per Überweisung) an unseren Förderverein oder über deine Mitgliedschaft in unserem Förderverein.