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Maria 2.0 - neue Thesen für eine neue Kirche

Erstellt von Idoya Abrell Carbayo

Die Initiative Maria 2.0 fordert mehr Gerechtigkeit, Offenheit und Diversität und strebt damit nichts weniger als eine Reform der katholischen Kirche an.

Die Initiative Maria 2.0 kämpft gegen die Missstände in der katholischen Kirche. Unter anderem hat die Initiative einen Thesenanschlag durchgeführt. Dazu haben sie selbstverfasste Thesen an mehr als 1.000 Kirchen- und Domtüren gehängt. Renate Spannig ist Teil der Initiative. Sie hat mit Volontärin Idoya Abrell Carbayo darüber gesprochen, was sich in der katholischen Kirche unbedingt ändern muss. 

 [1:12] Sind bei Maria 2.0 alle Teil der Kirche? 

Renate Spannig: "Das ist wirklich immer wieder ein großes Thema. (...) Also es ist da eine große Offenheit. [Sic!] Sehr wohl auch Menschen, die die Situation in der katholischen Kirche nicht mehr aushalten konnten, und deswegen aus der katholischen Kirche ausgetreten sind, [Sic!] sehr wohl auch trotzdem bei Maria 2.0 dabei sein können. Aber es ist eben vielleicht auch mit dem synodalen Weg schon auch so eine Hoffnung, dass sich doch auch was bewegen kann. Und ich persönlich denke, dass es einfach wichtig ist jetzt noch in der Kirche zu bleiben, um da auch wirklich ernst genommen zu werden (...). Aber ich verstehe jeden der sagt, es geht nicht mehr." 

[7:54] Der Ruf nach Gleichberechtigung war schon immer da. Bislang fast ohne Erfolg. Was macht euch in dem Fall anders oder besser als andere Initiativen? 

Renate Spannig: "Letztens hat die Doris Reisinger in einem ZDF Interview gesagt, dass Maria 2.0 keine Angst mehr hat. Und ich glaube, das ist der Hintergrund, dass es uns halt jetzt so geht, dass wir sagen, also die Amtskirche ist so weit weg eigentlich, von dem was die Menschen brauchen. Und es ist eigentlich nicht mehr schlimm auszutreten, weil wir haben einfach unser Netzwerk und insofern werden wir auch nicht die Kirche verändern. Das müssen schon die Bischöfe selber machen. Aber wir sind eben gerne katholisch. (...)" 

[11:21] Erst am Donnerstag vor zwei Wochen wurde ein Missbrauchsgutachten veröffentlicht, der darlegt, dass es im Erzbistum Köln über 300 Fälle zu sexuellen Missbrauch gegeben hat. Kölner Erzbischof Woelki hat zwei hochrangige Kirchenvertreter beurlaubt. Was muss in diesem Fall in euren Augen noch passieren? 

Renate Spannig: "(...) Natürlich ist es ein wichtiger Schritt, dass man da Konsequenzen zieht. Aber auch da: Es wird sich nicht wirklich etwas verändern, wenn man nicht die Machtstrukturen und die ganze Rechtsproblematik verändert. Und das ist leider etwas, wo wir sagen, dass ist überhaupt noch nicht angekommen. (...) Die Betroffenen von Missbrauch haben immer noch nicht die Möglichkeit, nach dem Kirchenrecht, dass sie wenigstens Nebenkläger sind. Diese ganzen Vorgaben haben sich nicht geändert und deswegen sind Kinder, Frauen und sonstige Missbrauchsopfer nicht geschützt. Und dann ist das jetzt hier mal eine Konsequenz, aber solange sich die Strukturen nicht ändern, glauben wir nicht, dass dieses Problem gelöst ist." 

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