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"Auweia, da kommt Einiges..."

Erstellt von Niklas Gramann

Jakob Kolbinger vom Feierwerk über abgesagte Tourneen, leere Hallen und neue Konzert-Ideen.

Jokob Kolbinger ist Veranstaltungskaufmann im Feierwerk. In der Corona-Krise hat musste er zusammen mit seinen Kolleg*innen das gesamte Veranstaltungs- und Konzertprogramm für die kommenden Monate absagen. Im Interview erzählt er wie es war, nicht zu wissen ob in nächster Zeit überhaupt nochmal Konzerte stattfinden, warum es gut ist, dass er Hype um Online-Konzerte vorbei ist und wie ihr in nächster Zeit trotzdem im Feierwerk feiern könnt.

[00:20] Wie habt ihr denn, als das mit Corona angefangen hat, drauf reagiert? Welche Auswirkungen hatte das auf die Veranstaltungen im Feierwerk?

Jakob: Das fing so Mitte März an, wo man dann bei den ersten Tourneeabsagen, bevor es überhaupt dieses behördliche Verbot gab, gemerkt hat: Auweia, da kommt Einiges und es wird Einiges bewirken in unserem Bereich. Da war allerdings noch nicht annähernd absehbar, wie umfangreich das wird. Also zuerst kamen einzelne Tourneeabsagen von Bands und die große Unsicherheit in der Branche bei Bands, bei Veranstaltungen und so weiter, wie es da weitergehen kann. Dann kam ziemlich schnell dieses tatsächliche Verbot. Also ein Veranstaltungsverbot bis 19. April oder so, pauschal erstmal. Und die Auswirkungen waren klar. Man musste jede einzelne Veranstaltung durchgehen, mit allen beteiligten Personen, Partnern, Bands ect. sprechen, eventuell einen Nachholtermin direkt fixieren und ankündigen, die ganzen Vorverkaufs Rückgabesachen in die Wege leiten (...). Das war ne relativ heftige Zeit was Organisation anging.

[02:30] Was macht denn das Feierwerk jetzt stattdessen? Die Veranstaltungen die geplant waren finden jetzt nicht statt. Was ist denn jetzt Plan B?

Jakob: (...) Also so einen richtigen Plan B, also einen Plan der das alles was geplant gewesen wäre vollständig ersetzt, kann es nicht geben, das ist klar! Solange Regeln, Hygienekonzepte, Mindestabstandsregeln eingehalten werden müssen, können wir unsere Hallen nicht normal bespielen und alle anderen auch nicht. Weil es wirtschaftlich einfach nicht möglich ist die Konzepte in der selben Form zu machen wie vorher. Wenn da statt 400 Leuten nur 50 oder bei uns nicht einmal 50, sondern nur 36 Leute reinpassen. Das ist einfach nicht finanzierbar und abgesehen davon sind ja auch die Bands nicht unterwegs. Also jetzt im Moment würde keine amerikanische Band hier touren. Das heißt, was wir jetzt machen ist: umschwenken. Wir haben zum Teil auf Livestreams umgestellt, wo wir die Bands von daheim haben streamen lassen (...). Da hat man dann einfach gemacht was möglich war. Jetzt gibt es hier verschiedene kleinere Konzepte, wie wir hier wenigstens ein gewissen Programm machen können, mit lokalen Bands, Abstandsregeln und der Option, dass ne Band zweimal am Abend ihr Set spielt und das Publikum durchwechselt, damit man  immerhin statt 30 Leuten 60 Leute in die Halle lassen kann, über den Abend verteilt. (...)

[12:58] Was wäre denn jetzt was, das du den Besuchern und den Leuten die gerne auf diese Konzerte gehen wollen, raten würdest? Auf was soll man achten, wann soll man da sein und wo kann man sich informieren?

Jakob: Ich denke, grundsätzlich ist das wichtigste die bekannten Regeln einzuhalten, die man ja mittlerweile überall sieht und kennt. (...) Wenn man sich da an die Regeln hält dann sollte eigentlich nichts passieren. (...) Informieren kann man sich denke ich am besten über unsere Website und Facebook Events. Also wir werden das alles da sehr genau beschreiben. Dann gibt es natürlich die Kontaktadressen wo man sich informieren kann, wenn man sich unsicher ist. Tatsächlich kommen auch viele Anfragen. Beispielweise: Ist die Lüftungsanlage ausreichend? Also für die Zirkulation der Luft. Ja, ist sie! Sie ist sogar sehr gut. 

Das komplette Interview mit Jakob könnt ihr euch hier anhören: