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Die Beratungsstelle "Before" in München

Erstellt von Idoya Abrell

Ein Gespräch mit Damian Groten darüber, dass jeder etwas gegen Alltagsrassismus tun muss.

Damian Groten arbeitet bei der Beratungsstelle "Before" in München. An die Beratungsstelle können sich alle wenden, die angegriffen oder diskriminiert werden. Es ist ganz egal um welche Art von Diskriminierung es geht. Aber auch Angehörige und Zeuginnen und Zeugen können sich an "Before" wenden. Wichtig ist vor allem, Diskriminierung und Alltagsrassismus sichtbar zu machen, so Damian Groten.

[02:46] Was tut ihr gegen strukturellen Rassismus?

Ein ganz wichtiger Teil der Arbeit zum Thema struktureller Rassismus ist es natürlich, erstmal darauf aufmerksam zu machen, dass es ihn gibt. Das heißt, für uns ist es ein wichtiger Teil unserer Arbeit, für Sichtbarkeit zu sorgen und vor allen Dingen für Sichtbarkeit der Betroffenen-Perspektive. Das heißt, dass wir die Perspektive aufzeigen von Menschen, die von Rassismus betroffen sind. Wie sich das anfühlt, was sie denken, was ihre Sicht auf die Dinge ist und natürlich auch, was ihre Vorschläge sind, um dann Veränderung zu bewirken. Die muss man dann gegenüber Behörden natürlich auch einfordern. 

[05:00] Nach dem Tod von George Floyd ist die "Black Lives Matter" Bewegung in aller Munde. Was können wir alle tun, damit sich tatsächlich etwas ändert und nichts in Vergessenheit gerät?

Erstmal ist es nicht eine Sache die man einmal tun kann. Sondern die wir immer wieder tun müssen. Das ist ein permanenter Prozess. Und da geht es vor allen Dingen darum zu reflektieren: Was gibt es an rassistischen Strukturen? Und wie bin ich selber Teil von so etwas. Und dann natürlich schauen: Wie geht es den betroffenen Menschen? Und sich da solidarisch verhalten. Direkt bei den Diskriminierungen und natürlich dann auch in der Debatte darüber, wie wir strukturell etwas verändern können, damit so etwas nicht mehr länger passiert. 

Das ganze Gespräch mit Damian Groten könnt ihr hier nachhören: