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Nachhaltigkeit To Go

Erstellt von Niklas Gramann

Ben Kohz über die Ernte-box, Nachhaltigkeit und Sonntage ohne Abendessen

Ben Kohz ist einer der Gründer der Ernte-box. Aus einem Sonntag Abend ohne Essen damals im Studium, sind heute 6 grüne Automaten geworden. Voll mit frischen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln. Rund um die Uhr verfügbar, auch am Sonntag. Im Interview erzählt er, wie der Snackautomat dem Supermarkt Konkurrenz macht und wo man die grünen Automaten überall findet.

[00:11] Was ist denn eigentlich die Ernte-box?

Ben: Die Ernte-box ist die Grundlegende Idee, dass wir Landwirte aus der Region mit den Kunden aus der Region zusammenbringen wollen, sodass beide Seiten davon profitieren. Das Ganze funktioniert wie folgt: Es gibt Hofladenautomaten. Das kann man sich vorstellen, wie riesige Snackautomaten, die gekühlt sind, die direkt in München stehen. Dort packen verschiedene Landwirte ihre Produkte rein und als Münchener*in kann man diese Produkte dann rund um die Uhr, auch am Sonntag, einkaufen.

[00:42] Wer steht denn hinter der Idee?

Ben: Die Idee gibt es schon seit 2017. Da stehen der Jonas Meder und ich dahinter. Wir haben das während unseres Studiums gegründet und haben dann Stück für Stück diese Idee ausgefeilt. Ganz am Anfang kam das wirklich aus der Situation , dass wir in Bamberg studiert haben haben und irgendwann Sonntag Abends nach 8 Uhr kochen wollten. Wir haben überlegt: „Das kann doch nicht sein, wir sind doch bestimmt nicht die einzigen, die jetzt gerne kochen würden und gute Lebensmittel haben wollen. Wir wollten nicht zum Imbiss gehen oder sonst irgendwo hin sondern wir wollten wirklich leckere Lebensmittel einkaufen. Da haben wir ein riesiges Potential gesehen und haben uns dann Stück für Stück mit Landwirten getroffen. (...) Landwirte suchen nach Absatzmöglichkeiten, wo sie ihr Geld auch behalten können. Wenn man im Supermarkt meistens Lebensmittel von Landwirten kauft ist das schon ein toller Schritt, aber das Geld was man da bezahlt, geht zu bis zu 50 Prozent an den Supermarkt beziehungsweise an irgendwelche Zwischenhändler. Unsere Idee war, dass man die Landwirte dazu ermächtigt, wirklich die Produkte direkt an den Endkonsumenten zu verkaufen und dadurch mehr vom Geld zu behalten. (...)

[03:30] Welche Produkte kann man denn in der Ernte-box bekommen?

Ben: Grundlegend haben wir immer unsere Klassiker dabei. Das sind Eier aus Freilandhaltung von mobilen Hühnerställen, wir haben Fleisch dabei was natürlich immer gekühlt ausgegeben wird, wir haben immer Käse, wir haben auch immer Nudeln da. (...) Bei uns ist Saisonalität ein großes Thema. Wenn keine Kartoffeln mehr da sind bei unseren Landwirten, dann haben wir auch keine Kartoffeln mehr im Angebot. Das hat Vorteile und auch Nachteile (...)

 

 

 Das komplette Interview könnt ihr euch hier anhören: