Thema Liebe
Irgendwo zwischen Planet Punk, Milchstraße Retro-Pop, Mikrokosmos New Wave und Hinterwelt Thüringen befindet sich das Universum MAMORÉ. Es sendet schrille Signale aus, wird Tag und Nacht von einer rosaroten Sonne beleuchtet.
MAMORÉ ist ein Ort, an dem alles erlaubt ist: Zu feierlichen Synth-Melodien und schroffen Rockgitarren wird simultan ruppiger Pogo, romantischer Paartanz und Bowie-esker Hüftschwung praktiziert. Drama und Behaglichkeit, Anachronismus und Innovation, Herzschmerz und Augenzwinkern aggregieren hier zu einem blumigen Gefühlsgewirr.
Im Zentrum des Treibens: Fünf in extravagante Outfits aus der Vintage- Kleiderkiste gewandete junge Männer, die hin und wieder selbst nicht so ganz fassen können, was um sie passiert.
Paul, Eric, Mike, Alex und Jona kommen aus Thüringen — und damit aus einer Region, in der die Musikszene überschaubar und die Subkultur klein ist. Weil alle Mitglieder des Konglomerats MAMORÉ seit Jahren in Punk-, Stoner- und Hardcore-Kontexten aktiv sind, kennen sie sich nicht erst seit gestern. Doch das Projekt MAMORÉ ist noch jung: Erst vor einem Jahr traf sich das Quintett im Proberaum und formte eine NNDW-70’s-Rock-Straßenschlager-Band.
Anfangs war MAMORÉ lediglich die Ausgeburt einer Laune: Paul hat an der Drum Machine herumgespielt und ein paar an die 80’s erinnernde Elektropop-Loops gebaut. Als er Eric seine Skizzen zeigt, beschließt dieser kurzerhand, die Beats mit selbstgeschriebenen deutschen Texten zu komplementieren. Erics nachhallender, von opernhafter Überbetonung und rollenden R’s durchzogener Stakkato-Gesangsstil wird zum prägenden Element im MAMORÉ-Sound. (Quelle: Booking Agentur)
GRGR schwirrt der Kopf. Wir schreiben das Jahr 2022 – die Lähmung durch die Pandemie lässt nach, in Europa bricht ein Krieg aus, und die alten Probleme einer im Grunde allzu oft rassistischen Gesellschaft, der Zwang zur Arbeit im Kapitalismus und nicht zuletzt die Notwendigkeit, einen kühlen Kopf zu bewahren, haben sie weiterhin fest im Griff.
Mit „Kopf“ präsentiert GRGR sein zweites Album, auf dem sich die oben genannten Themen mit vielen anderen zu einer energiegeladenen und musikalisch abwechslungsreichen Mischung verbinden. Seit GRGR 2019 sein Debütalbum „So Viel Zeit“ veröffentlichte, ist viel passiert – es wurden Konzerte in verschiedenen Ländern gespielt, eine EP („Quarantine“, 2020) und eine Single („Abstand“, 2020) erschienen. Gab es auf „So Viel Zeit“ noch Momente der Objektivität, so übernimmt nun die Rasanz den Kopf, die Ohren und die tanzenden Beine. Schließlich ist manchmal der beste Weg, mit dem Gefühl der Ohnmacht umzugehen, Grenzen ekstatisch aufzuheben: Für das Album „Kopf“ bedeutet das, neue Einflüsse zuzulassen, seien es Anspielungen auf den Sound der NDW, analoge Synthesizer-Klänge und eine stärkere Betonung der Gitarre im Vergleich zu den umprogrammierten Gameboys, mit denen GRGR seit jeher arbeitet. Wave trifft auf Synth-Pop, punkige Momente folgen auf nachdenkliche.
Die Person hinter der Musik bleibt immer sichtbar. GRGR beschreibt Situationen, Gefühle und Zustände, die viele Menschen nachempfinden können. Er bewegt sich zwischen Widersprüchen und sucht sein persönliches Glück. GRGR lässt einfach alles raus, prangert die Situation an, gibt auf und steht wieder auf! (Quelle: Veranstalter*in)