Kreuzungen waren das Lebensthema des Münchner Künstlers VALENTIN SEILER. Von früher Kindheit bis zu seinem Tod mit 24 Jahren hat er sich auf dieses Motiv fokussiert. Was mit kindlichen Auto-Zeichnungen begann, hat sich bald in Richtung zunehmender Abstraktion entwickelt. Weiße Linien auf schwarzem Papier, schwarze Linien auf weißem Papier. Abbiegespuren und -pfeile. Mehr brauchte es nicht, um eine faszinierende Welt der Imagination zu schaffen. Bei aller Abstraktion: Immer wieder wird der/die Betrachtende Figürliches und Konkretes in der Linienführung entdecken.
Die Kreuzung als Symbol für die Suche nach Orientierung: Das mag VALENTIN SEILER in seinem unermüdlichen Schaffen angetrieben haben. Mehr als zweitausend Werke hat er im Verlauf von nur zwanzig Jahren produziert. Und das unter den zunehmend einschränkenden Bedingungen einer schweren Muskelkrankheit. Zuletzt konnte VALENTIN nur noch die Hand ein wenig bewegen: Doch auch das hinderte ihn nicht, bis zuletzt den Produktionsprozess am Laufen zu halten.
Erst in den vergangenen Jahren ist die Kunst behinderter Menschen sichtbarer geworden, erfährt sie - zuvor lange unterschätzt und in den Hintergrund gedrängt - zunehmend die gesellschaftliche Würdigung, die sie verdient. Fünf Jahre nach VALENTIN SEILERS Tod zeigt nun der Feierwerk Farbenladen ausgesuchte Werke des Künstlers in einer Retrospektive.
Vernissage:
Samstag, 10.10.2026 | ab 18:30 Uhr
Finissage:
Sonntag, 25.10.2026 | ab 11:00 Uhr
Weitere Öffnungszeiten:
Mittwoch, 14.10.2026 | 17:00 - 21:00 Uhr
Donnerstag, 15.10.2026 | 17:00 - 21:00 Uhr
Freitag, 16.10.2026 | 17:00 - 21:00 Uhr
Samstag, 17.10.2026 | 14:00 - 21:00 Uhr
Sonntag, 18.10.2026 | 14:00 - 20:00 Uhr
Mittwoch, 21.10.2026 | 17:00 - 21:00 Uhr
Donnerstag, 22.10.2026 | 17:00 - 21:00 Uhr
Freitag, 23.10.2026 | 17:00 - 21:00 Uhr
Samstag, 24.10.2026 | 14:00 - 21:00 Uhr
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