Wir bieten eine Auswahl an Vorträgen zu unterschiedlichen Themen für unsere Zielgruppen an. Auf Anfrage entwickeln wir Inhalte, die genau zu Ihrem Bedarf passen. Kontaktieren Sie uns gerne für eine unverbindliche Anfrage.
Unser Vortragsangebot im Überblick:
Politische (und physische) Angriffe auf politische Gegner*innen sind seit jeher ein wichtiger Teil der Aktivitäten der extremen Rechten. In den zurückliegenden fünfzehn Jahren haben diese in Umfang und Häufigkeit deutlich zugenommen, stützen sie sich doch auf eine ungleich größere Szene mit einer ungleich besseren finanziellen und organisatorischen Ausstattung. Extrem rechte Parteien und Organisationen nehmen dabei vor allem ihnen missliebige Teile der Zivilgesellschaft ins Visier und versuchen, ihre Arbeit zu unterbinden. Der Vortrag zeigt auf, welche Muster sich in ihrem Vorgehen zeigen und welche Gegenstrategien helfen können.
Wie zeigen sich islamistische Strömungen in München – und was steckt eigentlich hinter Begriffen wie Salafismus, Muslimbruderschaft oder Milli Görüs? Der Vortrag liefert einen klaren, verständlichen Einstieg in das Thema, unterscheidet die verschiedenen Strömungen und beleuchtet ihre Strukturen, Aktivitäten und Netzwerke in der Landeshauptstadt. Teilnehmende erhalten Einblicke, wie diese Bewegungen organisiert sind, welche Ideologien sie prägen und welche Bedeutung sie lokal entfalten. Der Vortrag richtet sich an alle, die Verständnis für die Vielfalt islamistischer Milieus entwickeln möchten und wissen wollen, wie sie im städtischen Kontext wirken.
Die Ülkücü-Bewegung – im deutschsprachigen Raum häufig unter dem Begriff Graue Wölfe bekannt – zählt zu den einflussreichsten türkisch-ultranationalistischen Strömungen weltweit. Ihre Anhänger*innen agieren in Vereinen, Kulturverbänden und Jugendorganisationen und treten durch spezifische Erkennungszeichen, Symbole und ein stark hierarchisiertes Organisationsverständnis in Erscheinung.
Der Vortrag bietet einen fundierten Überblick über die Gründungsgeschichte der Bewegung, zentrale Elemente ihrer Ideologie sowie typische Narrative und Feindbilder. Darüber hinaus werden die Strukturen, Aktivitäten und lokalen Netzwerke der Ülkücü-Bewegung in München beleuchtet. Dabei geht es sowohl um ihre Präsenz im Vereinswesen als auch um ihre Rolle in politischen und gesellschaftlichen Konfliktfeldern. Abschließend werden Hinweise zur Einschätzung, Einordnung und präventiven Arbeit gegeben – insbesondere für Fachkräfte aus Verwaltung, Bildung, Sozialarbeit und Zivilgesellschaft, die im Arbeitsalltag Berührungspunkte mit türkeistämmigen Communities haben.
Frauen spielten in der extremen Rechten schon immer eine tragende Rolle. Gleichzeitig werden sie in der Analyse und im öffentlichen Diskurs häufig noch verharmlost oder ihr Handeln wird entpolitisiert. Frauen sind jedoch nicht nur Mitläuferinnen: Sie agieren als aktive Ideologieträgerinnen und -verbreiterinnen. Zugleich richten sich Kommunikationsstrategien der (extremen) Rechten zunehmend gezielt an Frauen und Mädchen – mit spezifischen Bildern, Botschaften und Ansprachen. Wie diese Strategien funktionieren, welche historischen und aktuellen Rollenbilder dabei reaktiviert werden, was Frauen und Mädchen ideologisch ansprechen soll und welche Bedeutung das für die pädagogische Praxis hat, dazu liefert dieser Vortrag der firm fundierte Antworten. Er bietet zudem Raum für Rückfragen und Praxisbeispiele und richtet sich an Fachkräfte, Multiplikator*innen sowie alle Interessierten, die rechte Geschlechterpolitiken besser verstehen und ihnen wirksam begegnen wollen.
Wie versucht die extreme Rechte, junge Menschen für ihre Ideen zu gewinnen? Welche Rolle spielen dabei antifeministische Ideologiefragmente – und wie nutzen Gruppen wie die „Identitäre Bewegung“ traditionelle Geschlechterbilder, um ihre Botschaften zu verbreiten?
Der Vortrag bietet einen einfachen Einstieg in ein komplexes Thema und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie extrem rechte Akteur*innen Geschlechterstereotype einsetzen, Ideologie transportieren und gezielt mobilisieren. Dabei wird auch deutlich, wie junge Menschen davon angesprochen werden – insbesondere in den sozialen Netzwerken. Abgerundet wird der Vortrag durch praktische Handlungsoptionen, die pädagogische Fachkräfte, Multiplikator*innen und Engagierte direkt in ihrer Arbeit nutzen können – und durch Diskussionsmöglichkeiten, um gemeinsam Wege zu überlegen, wie man antifeministischer Propaganda wirksam begegnet.
Als im Juni 2023 AfD-Vertreter*innen, Pandemieleugner*innen, Burschenschafter, christliche Fundamentalist*innen, organisierte Abtreibungsgegner*innen und transfeindliche Akteur*innen gemeinsam gegen eine Drag-Lesung in der Münchner Stadtbibliothek protestierten, zeigte sich deutlich: Antifeminismus ist ein zentrales Brücken- und Schulterschlussthema. Unterschiedliche Milieus finden darin eine gemeinsame Mobilisierungsfläche – von extrem rechten Akteur*innen bis hin zu konservativen oder religiös-fundamentalistischen Gruppierungen.
Der Vortrag bietet eine Analyse dieser antifeministischen und rechten Proteste gegen die Drag-Lesung, ordnet sie in aktuelle gesellschaftliche Dynamiken ein und zeigt auf, welche Narrative, Feindbilder und Strategien dabei eine Rolle spielen. Darüber hinaus werden konkrete Handlungsoptionen für Verwaltung, Bildungseinrichtungen und Zivilgesellschaft vorgestellt, um solchen Mobilisierungen wirksam zu begegnen.
Nach Jahren eines ungebrochenen Wachstums ist die „International Christian Fellowship“ die größte evangelikale Gruppierung in München und Oberbayern. Ihre wöchentlichen Gottesdienste locken hunderte Anhänger*innen in einen Großraumclub in der Innenstadt und auch ihre zahlreichen teilweise kostenpflichtigen Angebote wie Bibelkurse werden nachgefragt. Wie sehen die Strukturen des ICF aktuell aus, wo ist die Gemeinde aktiv und welche Inhalte vermittelt sie? Diese und weitere Fragen beantwortet der Vortrag der firm.
Die selbsternannte „Alternative für Deutschland“ ist die größte extrem rechte Partei in der Geschichte der Bundesrepublik. Auch in Oberbayern hat sie Strukturen aufgebaut und übt einen wachsenden politischen Einfluss auf allen Politikebenen aus. Der Vortrag führt in ihre Genese ein und beleuchtet ihre Situation im Jahr 2025 anhand von Themen, zentralen Narrativen, ihrer Vernetzung mit anderen Akteur*innen und ihrer politischen Strategie. Darüber hinaus sind unterschiedliche thematische Schwerpunkte, etwa in einzelnen Politikfeldern nach Absprache möglich.
Mit über 60 Studierendenverbindungen ist München eine Stadt, in der korporiertes Leben spürbar präsent ist. Die meist männerbündisch organisierten Gruppen, die sich teils selbst als gesellschaftliche Elite verstehen, geben sich nach außen traditionsbewusst – zugleich sind ihre Strukturen, Rituale und Sprachcodes für Außenstehende oft schwer zugänglich. Viele Mythen ranken sich um diese exklusiven Netzwerke, nicht zuletzt, weil nach außen meist nur das kommuniziert wird, was dem gewünschten Selbstbild entspricht.
Im Juli 2024 veröffentlichte die Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München (firm) ihr Buch „Gehorchen und herrschen. Ideologie und Praxis studentischer Verbindungen in München“. Im Rahmen des Vortrags stellt die firm das Buch vor und bietet einen kompakten Einstieg in die Münchner Verbindungslandschaft: Welche Ideologiefragmente prägen sie, wie wirken ihre Traditionen nach außen – und welchen Einfluss haben sie auf die Stadtgesellschaft?
Als besonders aggressive Ausformung verschwörungsideologischen Aktivismus‘ fällt die Reichsbürgerszene immer wieder mit ihrer Neigung zur Gewaltanwendung ihrer Waffenaffinität auf. Hinter ihren Angriffen auf Andersdenkende und Behördenvertreter*innen stehen komplexe und häufig verworrene Ideenwelten und Erzählungen.
Der Vortrag führt in die Reichsbürgerszene und ihre Ideologie ein und zeigt ihre Aktivitäten in Oberbayern auf.
Extrem rechte und verschwörungsideologische Szenen arbeiten häufig mit Symbolen, Codes und Erkennungszeichen, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken – auf den zweiten jedoch eine klare Botschaft transportieren. Der Vortrag bietet einen verständlichen und aktuellen Überblick über diese Zeichenwelt und stellt die wichtigsten Gruppierungen, Parteien und Akteur*innen vor, für die sie relevant ist.
Ideal als kompakter Einstieg ins Thema und flexibel anpassbar: Inhalte und Beispiele können auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen und Arbeitsbereiche zugeschnitten werden.
Wie sieht die extreme Rechte in München und Oberbayern heute eigentlich aus? Welche Gruppen, Parteien und Akteur*innen sind aktiv, welche Themen treiben sie um – und mit welchen Strategien versuchen sie, gesellschaftlichen Einfluss zu gewinnen?
Der Vortrag bietet einen guten Einstieg in das Thema: Er vermittelt einen aktuellen, verständlichen Überblick über extrem rechte Strukturen in der Region, beleuchtet ihre Positionen, Themenschwerpunkte und Mobilisierungsweisen – und nimmt darüber hinaus auch angrenzende Phänomenbereiche in den Blick. Dazu zählen etwa rechtspopulistische Akteur*innen, verschwörungsideologische Milieus oder ideologische Schnittmengen, über die gemeinsame Mobilisierungen entstehen.
Der Vortrag eignet sich ideal für alle, die sich schnell, fundiert und praxisnah orientieren möchten – ob als Fachkraft, Multiplikator*in oder einfach aus persönlichem Interesse.
Kontakt
Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München (FIRM)
firm(at)feierwerk(dot)de
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