Antifeminismus

Antifeministische Akteur*innen haben es sich zum Ziel gemacht, die vielfältigen feministischen Emanzipationsbestrebungen zu bekämpfen und zurückzudrängen. Die dem Antifeminismus zugrundeliegende Ideologie der Ungleichwertigkeit ist bis weit in die „bürgerliche Mitte“ anschlussfähig und bietet der extremen Rechten so Möglichkeiten, ihre antidemokratische und menschenfeindliche Agitation zu verbreiten.

Sinkende Teilnehmendenzahlen beim „1000-Kreuze-Marsch“

Am 1. Oktober 2023 fand in München erneut eine Demonstration radikaler Abtreibungsgegner*innen unter dem Motto „1000 Kreuze für das Leben“ statt. Die Teilnehmendenzahlen dieser Kundgebung, die seit mindestens 2008 in München stattfindet, nahmen in den letzten Jahren immer weiter ab, dieses Jahr folgten dem Aufruf des christlich-fundamentalistischen Vereins „EuroProLife“ nur noch knapp 100 Personen.

Hier finden Sie den Nachbericht.

 

Antifeminismus: Ideologie der Ungleichheit

Am 25. März 2023 fand der dritte „Marsch fürs Leben”, eine antifeministische Demonstration des Vereins „Stimme der Stillen”, in München statt. Die leicht gestiegenen Teilnehmendenzahlen, die beiden Hauptredner und das Rahmenprogramm lassen darauf schließen, dass sich die Demonstration bei sogenannten „Lebensschützer*innen” sowie in rechtskonservativen bzw. -klerikalen Milieus Bayerns und darüber hinaus etabliert hat. Diese Analyse liefert einerseits einen Überblick über das Demonstrationsgeschehen am 25. März 2023, zudem ordnet sie die (extrem) rechten Verstrickungen der sogenannten „Lebensschutz”-Bewegung anhand ihrer Ideologie, Mitglieder und Netzwerke ein und zeigt, welche antidemokratischen Tendenzen durch diese Bewegung in unserer Stadtgesellschaft existieren beziehungsweise welche in sie hineingetragen werden.

Die Analyse finden Sie hier.

Strukturen und Strategien der sogenannten „Lebensschutz“-Bewegung"

Bild: Screenshot aus dem Video der Abendveranstaltung My Body My Choice am 12.10.2022

Am 12. Oktober 2022 fand im Sitzungssaal des Münchner Rathauses eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Titel „My Body My Choice – Strukturen und Strategien der sogenannten „Lebensschutz“-Bewegung statt. Veranstalter*innen waren die Fachstelle für Demokratie, die Gleichstellungsstelle, das Gesundheitsreferat und die Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München.

Vor rund 70 Teilnehmer*innen referierte Neil Datta vom „European Parliamentary Forum for sexual and reproductive rights“ über die Netzwerke radikaler Abtreibungsgegner*innen, ihre Strategien und Ideologien. Im anschließenden Panel wurden kommunale Handlungsoptionen beleuchtet. Auf dem Panel mit Neil Datta (EPF), Christian Reisenberg (Geschäftsführer von pro familia München) Dr. Hanna Sammüller-Gradl (Kreisverwaltungsreferentin der Landeshauptstadt München), Paulien Schmid (Legal Team Doctors for Choice) und Dr. med. Nora Szász (Frauenärztin) kamen ausgewiesene Expert*innen zusammen.

Eine Aufnahme der Abendveranstaltung finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Landeshauptstadt München.

März 2023 

Antifeministische Allianzen

Gabriele Kuby am Fronttransparent des 2. Münchner Marsch fürs Leben 2022. Foto Lina Dahm

Rund 1.850 Abtreibungsgegner*innen demonstrierten am Samstag, 19. März 2022 beim zweiten „Marsch fürs Leben“ in München gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Die vom Verein „Stimme der Stillen“ organisierte Demonstration hat sich innerhalb eines Jahres in der Szene etabliert und reiht sich nun in eine Vielzahl von Versammlungen der antifeministischen „Lebensschutz“-Bewegung in der bayerischen Landeshauptstadt ein.

Einen ausführlichen Nachbericht finden Sie unter Publikationen.

März 2022

Altbekanntes und geschmackloses beim Münchner „1000-Kreuze-Marsch“

Kniende Abtreibungsgegner_innen beim 1000-Kreuze-Marsch in München 2021. Foto Lina Dahm

Rund 120 Abtreibungsgegner*innen folgten am Sonntag, den 17. Oktober 2021, dem Aufruf des christlich-fundamentalistischen Vereins „EuroProLife e. V.“ zum „1000- Kreuze-Marsch“ in München. Mit weißen Holzkreuzen, Schildern und Transparenten ausgestattet, marschierten die Demonstrant*innen durch die Münchner Innenstadt, um gegen Schwangerschaftsabbrüche zu protestieren.

In diesem Hintergrundartikel finden Sie einen Nachbericht, der die Demonstration einordnet.

Oktober 2021

Radikale Abtreibungsgegner*innen in der Offensive

Screenshot vom Instagram-Kanal der Münchner Gruppe von ProLife Europe

Mit einer Aktionsform namens „Tür-zu-Tür-Aktion“ tragen radikale Abtreibungsgegner*innen des Vereins „ProLife Europe“ ihren Protest gegen legale und somit sichere Schwangerschaftsabbrüche direkt an die Haustür von Münchner Bürger*innen.

In diesem Hintergrundartikel befasst sich die firm mit antifeministischen Netzwerken des Vereins.

September 2021

Erster "Marsch fürs Leben" in München

Erster Marsch fürs Leben in München im Jahr 2021. Foto Lina Dahm

Am 20. März 2021 fand in München der erste sogenannte „Marsch fürs Leben“ in München statt. Die geplante Demonstration eröffnete einen weiteren Schauplatz des Kampfes um den Zugriff auf und die Kontrolle über Frauen und Menschen mit Uterus in der bayerischen Landeshauptstadt.

In einem ausführlichen Hintergrundartikel beschäftigt sich die firm mit den Organisator*innen der Demonstration, ihrer Ideologie sowie dem dahinterstehenden Netzwerk.

März 2021

Die selbst ernannte "Lebensschutz"-Bewegung – Geschichte, Ideologie und Akteur*innen

Der 1000-Kreuze-Marsch im Mai 2019. Foto Marcus Buschmueller

Die „Lebensschutz“-Bewegung besteht aus einer Vielzahl von Gruppen und Einzelpersonen, die das gemeinsame Ziel verfolgen, Schwangerschaftsabbrüche zu kritisieren und dagegen zu agitieren. Mit einem ausführlichen Flugblatt informiert die firm über die Anti-Choice-Szene, einige Vereine in München sowie ihren Aktivitäten.

Das Flugblatt finden Sie in der Rubrik Publikationen.

Juni 2020

"Demo für Alle" - Akteur*innen, Netzwerke, Ideologie

Hedwig von Beverfoerde am Bus der Meinungsfreiheit am Stachus in München im September 2018. Foto Marcus Buschmüller

"Demo für Alle" ist eine Initiative, die im April 2014 in Anlehnung an die französische Bewegung »La Manif pour tous« gegründet wurde. Unter dem gleichen Motto kam es in Paris 2013 zu Massenprotesten, die sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare richteten.

Ein ausführliches Flugblatt, das die firm zusammen mit dem Bündnis „Vielfalt statt Einfalt“ herausgegeben hat, liefert die Hintergründe.

Januar 2018

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Es prägt unser Denken und Handeln und ist für uns alle verbindlich.

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